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Ghana 2010

Dank Ihrer Hilfe konnte ich im vergangenen Jahr acht Wochen in Ghana als Volontär in einem armen Projekt Entwicklungshilfe leisten. Hier möchte ich Ihnen einen kurzen Bericht über meine Eindrücke geben. 

Ghana liegt in Westafrika und grenzt an die Elfenbeinküste, Burkina Faso, Togo sowie an den Golf von Guinea. Da es sich bei Ghana um ein tropisches Land handelt, gibt es dort keine Jahreszeiten, sondern einen Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit. Ich durfte im Oktober das Ende der Regenzeit und im November den Anfang der Trockenzeit live miterleben. Amtssprache ist Englisch, jedoch begegnet man nur in größeren Städten englischsprachigen Menschen. Einheimische behaupten, dass in Ghana über 40 verschiedene Dialekte gesprochen werden. Ghana ist ein sehr farbenfrohes Land und die Einheimischen sind unglaublich fröhlich und herzlich. 

Ich habe in einem Dorf bei Accra, der Hauptstadt Ghanas, gewohnt. In meiner Umgebung wurden die Dialekte Twi und Ga gesprochen. Obwohl Ghana zu den reichsten und entwickeltesten Ländern Afrikas gehört, ist die Armut dort sehr groß. Da Ghana sehr korrupt ist, geht die Schere zwischen arm und reich weit auseinander. Leider überwiegt der Teil der Armen stark. Ich schätze, dass über 80 Prozent der Einheimischen in Hütten ohne Wasser- und Stromanschluss leben. 

Meine Zeit dort war unglaublich spannend, abwechslungs- und lehrreich, aber auch niederschmetternd. Die Korruption, die Armut, die Unterentwicklung sowie die mangelnde Bildung verdeutlichen, dass es noch sehr viel Arbeit, Hilfe und Zeit bedarf, bis in diesem Land eine wirkliche Entwicklung verzeichnet werden kann. Ich durfte im Projekt "Esther Children Development Centre" mitwirken. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine ca. 12m² große Holzhütte, die eher mit einer großen Pappschachtel zu vergleichen ist, in der 43 Kinder im Alter von 5 Monaten bis 12 Jahren Platz finden müssen. 

Vernünftiger und altersgerechter Unterricht ist hier unmöglich. Meine Aufgabe bestand darin, den Kindern zwischen 8 und 12 Jahren Unterricht in den Fächern Englisch, Geographie und Mathe zu erteilen. Weil in der Hütte zu wenig Platz für alle war, habe ich die Kinder außerhalb der Hütte auf dem Boden in der prallen Sonne unterrichtet. Die Kinder waren immer sehr aufmerksam und wissbegierig. Dennoch war auffällig, dass sie das Niveau eines in etwa 6-jährigen europäischen Schülers hatten. Ein weiterer Volontär durfte die Kinder im Alter von ca. 5 bis 7 Jahren unterrichten. Offiziell gilt in Ghana 9 jährige Schulpflicht. Inoffiziell ist es leider so, dass viele Kinder gar nicht zur Schule gehen können, weil sie ihren Eltern helfen oder arbeiten müssen. Ich wurde von den Kindern sehr herzlich aufgenommen. Sie haben mich täglich spüren lassen, wie sehr sie sich über meine Anwesenheit freuen. Ich habe mich in meinem Projekt unglaublich wohl gefühlt und hätte die Kinder am liebsten alle mitgenommen. 

Meine Zeit in Ghana hat mir gezeigt, wie wichtig Entwicklungshilfe ist. Länder wie Ghana brauchen mutige Menschen, die bereit sind, vor Ort Hilfe zu leisten. Dies ist wiederum nur dann möglich, wenn die Arbeit von Volontären und Entwicklungshelfern ernst genommen wird und sie finanzielle Unterstützung erhalten. An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich bei der Firma Braunmetall, die meine Arbeit und das Projekt "Esther Children Development Centre" finanziell unterstützt hat. Dank Ihrer Hilfe konnten 43 Kinder glücklich gemacht werden! 

Ihre Marion Hecht