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KINDERart

„KINDERart“ - der Freizeitbereich im SOS Kinderdorf -professionell und familiär

„Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben“ schreibt Milton Eriksen. Bei unseren Kindern wollen wir ganz sicher gehen, dass dieser Satz stimmt!

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, (…) dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird.

Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Innern, an die man sich halten kann.“ Astrid Lindgren

Für wen ein Freizeitbereich ?

Bei fast 70 Kindern in einem Kinderdorf müssen solche Momente ermöglicht und organisiert werden- wir überlassen das nicht dem Zufall. Alle Kinder, Mädchen, wie Jungen - so ab Kindergartenalter -können mitmachen. Da gibt es Angebote, die eher die Mädchen ansprechen, wie kreatives Basteln, Selbstverteidigung oder Gesprächsgruppen, während die Jungen gerne Breakdance machen oder sägen und große Skulpturen bauen. Diese Angebote bieten den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, sich mit ihrer Rolle als Mädchen oder Junge auseinanderzusetzen.

Was braucht es dazu?

KINDERart stehen diverse Räume im SOS-Kinderdorf zur Verfügung. Die Kreativwerkstatt mit Brennofen, Töpferscheibe, Sägen und Staffeleien, der Veranstaltungssaal mit der Musikanlage für Musicals und Filmvorführungen, der Partyraum, wenn`s was zu feiern gibt, die chill out lounge für wichtige Gespräche und Entspannung und natürlich die üppigen Außenanlagen zum Fahrradfahren, Hüttenbauen, Fußballspielen und Skulpturen bauen.

Belebt wird dies alles durch zwei Pädagoginnen mit Ausbildungen in den Bereichen Kunsttherapie, Erlebnispädagogik und Entspannungstherapie.

Was erreichen wir dadurch?

„Wir nahmen noch ‘n paar Fische von den Haken, die inzwischen angebissen hatten und warfen Angelschnüre aus. Dann machten wir alles zum Mittagessen (in unserer Höhle) fertig. Sehr bald wurde es dunkel, und es fing an zu donnern und zu blitzen.(…) Gleich hinterher fing es an zu regnen, und bald goss es, wie aus Eimern. Und der Wind heulte, wie ich`s noch nie gehört hatte(…). Jim, ist das nicht schön? fragte ich. Ich möchte nirgendwo anders sein, als hier. Gib mir nochmal ‘n Stück Fisch und `nen heißen Maiskuchen“.

Zitiert von Dr.med.Eckhard Schiffer in seinem Buch: Warum Huckleberry nicht süchtig wurde. Huckleberry Finn ist in Mark Twains Geschichten um Tom Sawyer der Bürgerschreck- faul, verwahrlost, ohne festen Wohnsitz; der Vater ein gewalttätiger Säufer, von der Mutter ist schon gar keine Rede mehr.

Nach unseren heutigen Vorstellungen wäre Huckleberry Finn hochgradig psycho-/sozial gefährdet. Aber die Geschichte geht anders aus- von einer Drogensucht ist bei Mark Twain nicht die Rede, vielmehr von Naturerlebnissen, Freiheit und Freundschaft. Wir wollen, dass die Kinder ihr gesamtes Potential, ihre Fähigkeiten und die Freude am Leben für sich und andere entdecken. Das heilt Wunden und bewirkt Selbstwertgefühl, aber auch Empathie, d.h. dieEinfühlung in andere Menschen. Darüber hinaus ist es die beste und einzig sinnvolle Suchtprophylaxe. Spielsituationen zu schaffen, in denen sich das Kind selbst vergisst, wo es nicht um das Ergebnis, den Sieg oder das Resultat einer perfekten Performance geht, ist immer wieder eine Herausforderung. 

Das heißt die Natur des Kindes, etwas tun zu wollen, neugierig und in der Gruppe zu sein, wird angesprochen. Das bedeutet auch Spaß am Spiel zu haben, wenn andere schneller oder geschickter sind. Es entspricht dem salutogenetischen Ansatz von Aaron Antonovsky. Unser Ziel ist es, Gesundheit zu erhalten und zu fördern, anstatt gegen Krankheit anzugehen.

Textauszug des SOS Kinderdorfes - Pädagogischer Fachdienst, Frau Maier