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7. Vesperkirche am Werderplatz

Eines von 3 Projekten für die wir Weihnachten spendeten. Die Vesperkirche ist ein Angebot an alle, die eine herzliche Atmosphäre, Unterhaltung, Betreuung, gemeinsames Essen und gelebte Gemeinschaft von Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen und gesellschaftlichen Schichten schätzen und genießen.

"Es ist wie eine intensive Kurzzeittherapie..."

"Vielen Dank dafür!", sagte mir ein Gast. "Ich habe Schwierigkeiten, mir alleine ein warmes Essen zuzubereiten, habe auch keine Lust, alleine zu essen. Bei Ihnen erhalte ich selbstverständliche Tagesstruktur. Und sitze nicht zuhause und mümmle mein Wurstbrot!". Er hatte die ganzen Essensangebote in Karlsruhe garnicht gekannt.

Ja, nun ist die 7. Vesperkirche am Werderplatz zu Ende! Es werden wie wild Zahlen ausgetauscht (fast 8700 ausgegebene Essen sind ja auch ein Wort), aber uns geht es nicht um die Zahlen, sondern um die vielen Gäste, die zu uns kommen in ihrer jeweils eigenen Situation. In einer Kirche die geballten Schicksale, die wir erfahren, wenn wir mit den Gästen sprechen. Aber nicht nur unter den Gästen! Auch unter den Mitarbeitenden sammelt sich einiges an Erfahrung an.

Insofern wird nicht nur eine warme Mahlzeit ausgegeben, die Menschen, wie Tiere regelmäßig versorgt, die Haare geschnitten, Kultur (sogar einen Zauberer hatten wir da) zum Hören und oft zum Mitmachen angeboten, der Tag mit einem geistlichen Impuls beendet...nein, es entsteht ein richtiger Schutzraum - für 4 Wochen- für unsere Gäste, wie auch für die Mitarbeitenden. Diesen Gedanken hat die Südstadtkünstlerin Gudrun Roth aufgenommen mit ihrem Mitmachkunstwerk: Ein Paravent entsteht mit vielen Bildern der Gäste, der uns übers Jahr auch Schutz für Gespräche anbieten soll in unserer Kirche ohne Bänke- während der Zeit des Café DIAs unter dem Jahr.

Ja, die siebte Vesperkirche ist zu Ende gegangen...und wir denken schon an die nächste, die kommen wird. Nein, wir sind keine "Profis" darin- danach fragt immer wieder die Presse-, wir sind ein `lebendiger Organismus`, der täglich mit neuzusammengewürfelten 45-60 Mitarbeitenden versucht, einigermaßen effektiv den Tag zu gestalten und dabei auch bei den Menschen zu sein. Kirche vor Ort und bei denen, die sonst eher rausfallen aus allem "Effektiven"...
Natürlich gibt es auch die eine oder andere Auseinandersetzung, wie soll es denn anders sein bei so vielen unterschiedlichen Menschen. Aber das macht doch gerade einen lebendigen Organismus aus, damit kreativ umzugehen!

Und anscheinend strahlt es aus: der Umgang, der Schutzraum, die Wertschätzung- auf alle, die am Schluß dabei waren! Es hat geendet mit einem großen Dankeschön...von Gästen wie Mitarbeitenden.
Und ich danke Gott, wie er uns die Kraft gibt für dieses große Unternehmen miteinander...
Mit vesperkirchlichen Grüßen an alle, die uns auf welchen Wegen auch unterstützen!

Ihre L. Pflaumbaum - im Namen des Vesperkirchenteams

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